Jenaz-Glattwang-Arflinafurgga-Peist

22.8 Km +1806/-1349 hm

Sonntag 10. Juli 2005 Bericht von Jonny

Als Titel der Streckenbeschreibung stand: Einsamer Grat mit schöner Aussicht. Von Jenaz bis Peist sind wir niemand begegnet, und wenn die Wolken und der Nebel nicht gewesen wäre hätte es bestimmt eine fantastische Aussicht gehabt. Über den Grat im Nebel war schon ein wenig beängstigend, links und rechts ging es steil hinunter.

Auf jeden Fall war das Wetter sehr wohlwollend mit uns, erst auf dem Abstieg setze der Regen ganz wenig ein. Zum Laufen waren die Temperaturen ideal.

Wir sind Pun, der Hund von Marco und Jonny der Berichterstatter.

Mit der RhB nach Jenaz. Die Steigung beginnt bereits in Jenaz, wo wir an den schönen Prättigauer Holzhäuser vorbei laufen. Am Ende vom Dorf folgen wir den Alpweg durch den Litziwald. Durch den Mittelwald und Schlegelwald erreichen wir die Weiden von Schlegel auf 1527 hm. Schon bald erreichen wir den Untersäss der Alp Larein auf 1740 hm und sind erst 6.5 Km. unterwegs, das heisst das wir bereits 1000 hm gemacht haben. Zum Obersäss der Alp Larein haben wir uns verlaufen und sind schlussendlich zur grossen Freude vom Pun kreuz und quer hoch zwischen Alpenrosen und Büschen. Aber wir haben den Obersäss gefunden. Auch von hier aus war es nicht so einfach die Wegmarken zu finden. Von der Alp hielten wir zuerst auf das Wasserreservoir oberhalb der Alpgebäude zu. Von hier aus war es einfacher. Wir konnten das Trassee einer alten, offenen Wasserleitung folgen. Nach einen Kilometer erreichten wir das Glattwangseeli auf 2261 hm. Von hier aus war es auch wieder einen Orientierungslauf den Aufstieg zur Krete zu finden. Die Viehspuren verwirrten. Stetig hoch erreichten wir den Pfad und es war nun nicht mehr zu verfehlen. Auf der Krete gab es nur einen Weg. War aber in Nebel ein beängstigendes Unterfangen. Ab und zu konnten wir links und rechts die steile Hänge sehen. Den Weg folgend kamen wir auf der grüne Pyramide des Glattwangs wo ich natürlich im Gipfelbuch unsere Homepage eintragen musste. Rechts blicken wir gegen das Furner Tobel und ins schroffe, für Menschen kaum begehbare Wildasyl Chuonzä. Links sind bereits die Fiderser Heuberge zu sehen. Coupiert geht es weiter bis zum höchsten Punkt der Tour, Hinteregg auf 2396 hm. Beim Abstieg gelangen wir zu einem runden Stein auf einen Sockel, dem Arfliner Opferstein. Leider konnte ich die Bedeutung dieses Ortes nicht finden. Wir steigen weiter ab am Grat entlang und kommen zur Arflina-furgga von wo es nicht weit mehr ist zum Faninpass auf 2212 hm. Nun sind wir im Schanfigg. Ohne gross an Höhe zu verlieren folgen wir den Alpweg an den obersten Heuschobern vorbei bis nach Muschgel. Darauf führt der Weg steil hinunter an den Rand des Farbtobels nach Zerfalta. Dabei kreuzen wir den Schanfigger Höhenweg. Ein zunächst gut markierter Pfad leitet im Trassee des alten Alpweges über die Weide. Im Wald aber verlaufen wir uns wieder und klettern über einen Zaun. Durch die Bäume hindurch schimmert eine Fahrstrasse. Also auf direkten Weg dorthin. Nun bleiben wir aber auf der Fahrstrasse bis nach Peist. Mittlerweile hat es begonnen zu regnen. Es war nicht mehr weit ins Dorf und nach weiteren 10 Minuten hinunter laufen kamen wir sehr zufrieden am Tagesziel, der Bahnhof von Peist. Leider ging in erst 3/4 Stunden der nächste Zug. Im Zug aber war geheizt. Und daheim war die warme Dusche und eine warme Schoggi eine Wohltat. Werde diese Strecke bestimmt nochmal bei strahlend blauem Himmel machen.

Der schönen Prättigauer Holzäuser

unser Ausgangsort Jenaz

die Untersäss der Alp Larein

wir haben den Weg verloren, aber hier im Gestrüpp konnte Pun sich austoben

schöne Alprosen

Pun fühlte sich wohl

gefunden!!!

Die Wegweiser haben gelitten

das Glattwangseeli

Pun beim Gipfelkreuz auf dem Glattwang

solche schmale Pfade entlang der Krete

der Arfliner Opferstein

weit vorne der Passübergang

immer der Krete nach

Arflina-furrga

"selbstauslösser"

die Wiesen nach dem Faninpass

Peist im Schanfigg

Ziel erreicht, der Bahnhof von Peist