Bergün - Chanz - Keschhütte - Sertigpass - Sertig - Davos

Distanz: 24 Km  +/- 1500 hm      Samstag, 09. Juli 2011

Petra, Silvan, Röbi, Maria, Barbla, Jochen, Jean-Marie auferkundungstour am Sertigpass

Planlos glücklich    Bericht von Barbla
Während Marco, die beiden Stefans und Ursula am 4 Trails Höchstleistungen erbringen und andere Alpinrunner in Zermatt glänzen, rufen Petra und Jochen dazu auf, die diesjährige Strecke des Swissalpine zu erkunden. Silvan, Jean-Marie, Röbi, Maria und ich (Barbla) folgen dem Ruf gerne.
Mit dem Zug geht es in gemütlichem Tempo nach Bergün. Wir stellen fest, dass niemand den Streckenplan des diesjährigen Swissapline ausgedruckt hat. Aber wir werden den Sertig sicher finden, die Frage ist nur, ob man beim Lai da Ravais-ch vorbeikommt oder nicht. Ich bin überzeugt, dass wir dort vorbeikommen und habe extra das Bikini mitgenommen, Silvan ist auch sofort einverstanden zu diesen Seen zu laufen.
Aber der Reihe nach: wir fahren per Bus bis Chants (1822 m.ü.M.) und laufen/wandern in zügigem Tempo zur Keschhütte (2632). Dort trinken wir Kaffee und begegnen zur Überraschung aller Brigitte und Martin!
Nach dem Kaffe und dem obligaten Gruppenfoto geht es ein Stück runter bis zur Abzweigung Richtung Panoramatrail. Dann kommt schon wieder eine Abzweigung: rechts direkt auf den Sertig oder doch geradeaus  zum See und dann auf den Sertig? Jean-Marie hatte schon in Chants verlangt, dass wir uns auf eine Route festlegen und nicht ständig diskutieren… Nach einer weiteren Diskussion (sorry Jeanmi) geht’s dann zum See – und diese Idee war gut, sogar sehr gut. Die Landschaft mit dem Hoch Ducan im Hintergrund ist prächtig. Die Seen sind wunderbar und verlocken Silvan und mich sofort hineinzuspringen. Sogar Röbi lässt die Hosen runter und stürzt sich mutig in die Fluten, nachdem er und Maria vor dem See posiert haben. Dann gibt es noch ein Foto- Shooting zur neuen Alpinrunner-Unterwäsche Kollektion und ein Gespräch mit ein paar wandernden Baslern und auf geht’s auf den Sertig (2739). Der Blick auf die beiden Ravais-ch-Seen ist wunderbar. Das Wasser des unteren fliesst in die Nordsee, jenes des oberen ins Schwarze Meer, informiert uns Petra. Auch ohne Plan erfahren wir sehr viel.
Der Sertig ist hinten runter zuerst recht steinig (Entschuldigung an alle Alpinrunner, die das gerne fotografisch festgehalten gesehen hätten, aber ich habe vergessen zu knipsen). Man kommt dann bald auf einen sehr guten Weg, wo man zügig laufen kann. Von Sertig Dörfli geht es wunderschön durch den Wald. Maria schlägt das Seniorentempo 3 an, das heisst, ein Tempo bei dem Jüngere wie ich kaum folgen können, Jean-Marie kämpft, Petra und Jochen probieren es gar nicht erst dieses Tempo mitzugehen und Silvan spürt auch, dass er einfach zu jung ist, diesem Tempo auch mit gut 20 km in den Beinen noch folgen zu können. In Clavadel sind wir kaputt und zum Glück kommt ein Postauto und nimmt uns gegen Bezahlung auch mit. Bei den Verkehrsbetrieben Davos müssen auch GA- Inhaber noch bezahlen. Und Apropos bezahlen: in Davos möchten wir ein kühles Panasch, welches es im Posthotel nur in Flaschen gibt: Kostenpunkt 6 Franken! Jean-Marie kullern fast die Augen in die halbleere Flasche und er geht sofort auf den Zug. Wir beschliessen daneben im Cooprestaurant noch ein Stück Kuchen zu einem anständigen Preis zu geniessen. In sehr gemütlichem Tempo bringt uns die RhB durchs Prättigau zurück nach Hause.
Die Strecke über die Keschhütte und den Sertig ist wirklich wunderschön und es ist eigentlich fast schade, dass sie ab 2012 nur als Schlechtwettervariante dienen soll, denn die Seen sind super und der Waldweg im Sertig ist wunderbar.

 

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