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Planlos glücklich
Bericht von Barbla
Während Marco, die beiden
Stefans und Ursula am 4 Trails Höchstleistungen erbringen und
andere Alpinrunner in Zermatt glänzen, rufen Petra und Jochen
dazu auf, die diesjährige Strecke des Swissalpine zu erkunden.
Silvan, Jean-Marie, Röbi, Maria und ich (Barbla) folgen dem Ruf
gerne. Mit dem
Zug geht es in gemütlichem Tempo nach Bergün. Wir stellen fest,
dass niemand den Streckenplan des diesjährigen Swissapline
ausgedruckt hat. Aber wir werden den Sertig sicher finden, die
Frage ist nur, ob man beim Lai da Ravais-ch vorbeikommt oder
nicht. Ich bin überzeugt, dass wir dort vorbeikommen und habe
extra das Bikini mitgenommen, Silvan ist auch sofort
einverstanden zu diesen Seen zu laufen.
Aber der Reihe nach: wir
fahren per Bus bis Chants (1822 m.ü.M.) und laufen/wandern in
zügigem Tempo zur Keschhütte (2632). Dort trinken wir Kaffee und
begegnen zur Überraschung aller Brigitte und Martin!
Nach dem Kaffe und dem obligaten
Gruppenfoto geht es ein Stück runter bis zur Abzweigung Richtung
Panoramatrail. Dann kommt schon wieder eine Abzweigung: rechts
direkt auf den Sertig oder doch geradeaus
zum See und dann auf den Sertig?
Jean-Marie hatte schon in Chants verlangt, dass wir uns auf eine
Route festlegen und nicht ständig diskutieren… Nach einer
weiteren Diskussion (sorry Jeanmi) geht’s dann zum See – und
diese Idee war gut, sogar sehr gut. Die Landschaft mit dem Hoch
Ducan im Hintergrund ist prächtig. Die Seen sind wunderbar und
verlocken Silvan und mich sofort hineinzuspringen. Sogar Röbi
lässt die Hosen runter und stürzt sich mutig in die Fluten,
nachdem er und Maria vor dem See posiert haben. Dann gibt es
noch ein Foto- Shooting zur neuen Alpinrunner-Unterwäsche
Kollektion und ein Gespräch mit ein paar wandernden Baslern und
auf geht’s auf den Sertig (2739). Der Blick auf die beiden
Ravais-ch-Seen ist wunderbar. Das Wasser des unteren fliesst in
die Nordsee, jenes des oberen ins Schwarze Meer, informiert uns
Petra. Auch ohne Plan erfahren wir sehr viel.
Der Sertig ist hinten runter zuerst recht
steinig (Entschuldigung an alle Alpinrunner, die das gerne
fotografisch festgehalten gesehen hätten, aber ich habe
vergessen zu knipsen). Man kommt dann bald auf einen sehr guten
Weg, wo man zügig laufen kann. Von Sertig Dörfli geht es
wunderschön durch den Wald. Maria schlägt das Seniorentempo 3
an, das heisst, ein Tempo bei dem Jüngere wie ich kaum folgen
können, Jean-Marie kämpft, Petra und Jochen probieren es gar
nicht erst dieses Tempo mitzugehen und Silvan spürt auch, dass
er einfach zu jung ist, diesem Tempo auch mit gut 20 km in den
Beinen noch folgen zu können. In Clavadel sind wir kaputt und
zum Glück kommt ein Postauto und nimmt uns gegen Bezahlung auch
mit. Bei den Verkehrsbetrieben Davos müssen auch GA- Inhaber
noch bezahlen. Und Apropos bezahlen: in Davos möchten wir ein
kühles Panasch, welches es im Posthotel nur in Flaschen gibt:
Kostenpunkt 6 Franken! Jean-Marie kullern fast die Augen in die
halbleere Flasche und er geht sofort auf den Zug. Wir
beschliessen daneben im Cooprestaurant noch ein Stück Kuchen zu
einem anständigen Preis zu geniessen. In sehr gemütlichem Tempo
bringt uns die RhB durchs Prättigau zurück nach Hause.
Die Strecke über die Keschhütte und den
Sertig ist wirklich wunderschön und es ist eigentlich fast
schade, dass sie ab 2012 nur als Schlechtwettervariante dienen
soll, denn die Seen sind super und der Waldweg im Sertig ist
wunderbar.
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